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Was die Presse sagt:

Hier die Rezension des Kammgarn Gigs vom 29. Juni 2017

„Sonnenstrahlen in Form von Musik“

von Simon Müller

„Fällt ein schöner Sommerabend ins Wasser? Der lässt sich leicht retten, indem man in die Kammgarn-Beiz geht und bei einem Glas Guinness der stimmungsvollen Musik von Red Box zuhört.

«Ich weiss, ihr seid alle Sonnenfreaks; jetzt sind wir halt flexibel.» Das waren die Worte von Singer-Song­writer Patrick Stoll zu Beginn. Und die «Sonnenfreaks» unter dem zahlreich erschienenen Publikum bereuen es sehr bald nicht mehr, den Fuss über die Schwelle der Kammgarn-Beiz gesetzt zu haben, denn kurz darauf stimmt das Duo einen Song aus Los Angeles, Kalifornien an. Sonnenstrahlen kann man auch in Form von Musik verbreiten. Dabei braucht es nicht mehr als Gesang und eine Gitarre. Diese wird leidenschaftlich von Monika Hagmann gespielt und harmoniert perfekt mit der kräftigen Stimme von Patrick Stoll.

Red Box in neuem Glanz

Das Duo Red Box musiziert schon seit 2008 an vielen Orten und taufte im gleichen Jahr ihr gemeinsames Album «Handle with Care».

New Red Box ist dann vor zwei Jahren entstanden, als Monika Hagmann die Gitarre übernommen hatte. Beide haben früh ihr Flair für Musik entdeckt und sind auf ihren Tourneen schon weit herumgekommen – früher als Mitglieder anderer Bands und seit dem Zusammenschluss mit Red Box.

In der Musik sind solche Momente der Beginn einer ganz neuen Geschichte. Wenn zwei Künstler zusammenkommen, ist eins plus eins nicht zwei, sondern viel mehr. Jeder Teil kommt mit seinen ganz eigenen Erfahrungen, welche im Austausch zu völlig Neuem führen.

Das Konzert umfasst zwei Sets à je sechs Songs – eine Reise durch Stationen wie England, Irland, Schottland, Kalifornien und New York. Dazu passen eine Eigeninterpretation von «Englishman In New York», dem Hit von Sting, vor und ein Tribut an die Beatles mit «A Hard Day’s Night» nach der Pause.

So richtig zu Hause fühlt sich Patrick Stoll, wenn er und Monika Hagmann Songs aus dem europäischen Norden anstimmen. Denn Stoll hatte in Cork, Irland und London studiert und war nicht seltener Konzertbesucher. Unter den zwölf Songs befindet sich auch «Missing You», ein selbst komponiertes Stück, zu dem sogar ein Musikvideo entstanden ist.

Während draussen die Nacht hereinbricht und es immer dunkler wird, wird es in der Kammgarn-Beiz immer gemütlicher. Warmes Licht, gute Stimmung und bewegende Musik sind die Eindrücke, welche den Zuhörer auf dem Heimweg begleiten.“

Live in der Kammgarn Beiz 29. Juni 2017.

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Kritik in den Schaffhauser Nachrichten
vom Montag, 14. November 2016

Kraftvolle Musik, in kleiner Besetzung serviert

Red Box im «Orient»

VON DOMINIC CAVIEZEL

Das Musikduo Red Box lud am Freitag im intim eingerichteten Musikklub Orient zum ersten Konzert in seiner neuen Besetzung. Sänger Patrick Stoll und die frisch dazugestossene Gitarristin Monika Hagmann bewiesen mit einem grossteils neuen Repertoire, dass die Band auch nach ihrem Abschied von Gitarrist Martin Gisler weiterhin musikalisch mitreissen kann. Stolls volle und bewegliche Stimme und die vielfältige Gitarrenbegleitung schafften es, auch kraftvollen Liedern wie «Roxanne» oder «A Hard Day’s Night» in stärkstreduzierter Besetzung ohne Verlust gerecht zu werden. Daneben hat die Band aber auch eigene Lieder wie das Titellied ihrer Platte «Handle With Care» im Repertoire.

Das Duo spielt zwar Songs aus dem ganzen englischen und neu auch aus dem deutschen Sprachraum, doch der Begriff «Nachspielen» wäre verfehlt. Es ist erfrischend, dass nicht in erster ­Linie die Performance der Originalkünstler imitiert wird. Im Vordergrund stehen die Stücke, nicht deren Autoren. Die Reduktion des Arrangements auf eine tragende Gitarrenstimme und Gesang setzt bei den Musikern eine intensive Auseinandersetzung mit der Essenz der Stücke voraus.

Dass dabei nicht an die manchmal etwas bisslose Singer-Songwriter-­Masche angehakt wird, ist vital, die geschaffene Energie bemerkenswert. «Monika hält alles zusammen, sie muss unglaublich präsent sein», erklärt Stoll. «Ich fühle mich wohl mit ihr. Ich vermisse nie andere Musiker. Wenn man zu zweit ist, bekommt man viel Platz und kann auch mehr improvisieren.» Die Vielseitigkeit der Musikerin beweist sich darin, dass sie unter anderem auch in einer Death-Metal-Band Bass spielt.

Zur gemütlichen Stimmung tru-gen neben den extra für Red Box rot verkleideten Lampen auch der Charme und die Nähe dieser sympathischen Band bei. Vor dem Konzert begrüsste Stoll jeden Gast persönlich und widmete das Lied «Still Crazy After All These Years» von Paul Simon seiner Mutter, die in der ersten Reihe sass. Die Zukunft der Band ist noch sehr offen, wie Stoll erklärt. «Es gibt noch keinen Masterplan», sagte er. «Wir sind daran, uns kennenzulernen, und haben bereits einen Haufen Ideen.»


Rocksongs ohne E-Gitarre

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Das Duo Red Box ist zurück: mit neuer Gitarristin und einer Kiste voll neuer und bewährter Songs.

Patrick Stoll und Monika Hagmann sind das neue Duo Red Box. Bild: Hannah Grüninger

Red Box – seit Ende Februar sind das Patrick Stoll als Sänger und Monika Hagmann an der Gitarre. Hagmann ersetzt Martin Gisler, der Stoll knapp zehn Jahre lang als Gitarrist begleitet hat, jetzt aber eigene Wege gehen will. Kennengelernt haben sich Stoll und Hagmann über einen gemeinsamen Freund – und haben schnell gemerkt, dass sie sich menschlich und musikalisch sehr gut verstehen. Erstaunlich, denn ihre Musikrichtungen könnten unterschiedlicher nicht sein: Stoll ist ein feinfühliger Singer-Songwriter, Hagmann spielt in einer Death-Metal-Band. Davon wird an ihrem ersten gemeinsamen Auftritt jedoch nichts zu hören sein. Mit dabei im «Orient»: eine akustische Gitarre, eine Stimme und etwa 20 selbst geschriebene oder neu interpretierte Songs. «Wir haben versucht, nicht in unsere eigenen Fussstapfen zu treten, sondern etwas Neues zu erschaffen», versichert der Sänger.

Die Liebe zu Musik und SpracheSeine ersten musikalischen Gehversuche unternahm Stoll mit 15 Jahren, als Schlagzeuger und Sänger. Sein erster Auftritt war an einem Kantifest. Knapp drei Jahrzehnte später ist er dort wieder regelmässig anzutreffen – nicht als Musiker, sondern als Englischlehrer. Die Musik sei dabei die perfekte Ergänzung und Erweiterung seines Berufes, findet er. Die Liebe zur englischen Sprache sei nämlich mit ein Grund für seine Affinität zu amerikanischen Singer-Songwritern wie Bruce Springsteen oder James Taylor. «Diese Art von Musik hat mich schon immer fasziniert, auch wenn ich in jungen Jahren eher Soul und Funk zugeneigt war», erzählt der Sänger. Neu sei jetzt aber auch ein deutschsprachiger Song von Udo Lindenberg im Repertoire. Ausserdem habe das Duo darauf geachtet, Songs zu covern, die normalerweise nicht mit einer akustischen Gitarre interpretiert werden, sprich Rocksongs. Diese so zu arrangieren, dass sie auf einer kleinen Bühne nur sanft von einer Gitarre begleitet funktionieren, sei eine grosse Herausforderung und sehr spannend umzusetzen. Des Weiteren enthält das neue Repertoire natürlich auch Songs aus eigener Feder.

Stoll fühlt sich in der Musik der Sechziger- bis Achtzigerjahre zu Hause. In der Vergangenheit stecken geblieben sei er aber nicht, findet er. «Ich bin kein ‹Radio-Listener›, und mit dem Grossteil der heutigen Charts kann ich nicht viel anfangen, aber ich verfolge sehr wohl, was sich in der Musikszene so tut, bin ständig auf der Suche nach neuen Songs, die wir in unser Repertoire aufnehmen und neu interpretieren könnten.»

Viel Raum für KreativitätDie Zusammenarbeit im neuen Duo funktioniert gut. Nur schon organisatorisch sei das viel einfacher zu handhaben als eine Band, findet Stoll. «Wir sind ein sehr schlankes Duo, können gut Termine finden, die beiden passen.» Dementsprechend bleibe viel Platz für Kreativität. Bei der Entstehung von neuen Songs arbeiten der Schaffhauser und die St. Gallerin Monika Hagmann sehr eng zusammen. Sie komponiert, er schreibt die Texte dazu. Wie das Ergebnis klingt, wird am kommenden Freitag im «Orient» zu hören sein – Rock, unplugged.

shn_29.02.2016

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Das gute Amerika, das Amerika, wo ehrliche Arbeit zählt, wo Fremde schnell zu Freunden werden und wo manchmal auch die grossen Hoffnungen der kleinen Leute in Erfüllung gehen, ist keine Neuerfindung der letzten paar Monate. Den Soundtrack zu diesem Land, den gibt es schon lange. Der Sänger und Songwriter James Taylor ist es, der dem guten Amerika seit 40 Jahren seine Stimme leiht.

Bei uns ist Taylor trotz fünf Grammys und Hits wie «You’ve Got A Friend» ein Geheimtipp geblieben. Der Sänger Patrick Stoll aber singt Taylors Songs seit über 20 Jahren, für sich und an Konzerten. Mit seiner Band «Red Box» hat er James Taylor kürzlich eine CD gewidmet. «Handle with Care» heisst die Scheibe, auf der neben elf Songs des amerikanischen Singer-Songwriters auch vier Eigenkompositionen zu hören sind.

Mit einem Dutzend von Taylors schönsten Songs sind «Red Box» jetzt auch unterwegs. Begleitet wird Patrick Stoll von der Sängerin Flavia Zucca und dem Gitarristen Martin Gisler. Die drei kennen sich seit Jahren von anderen Projekten her, für «Red Box» kehren sie für einmal auch, aber nicht nur, ihre romantische Seite nach aussen. Zu hören gibt es starke Stimmen, überraschende Arrangements und eine Gitarre, die Taylors wunderbaren Kompositionen den nötigen Rauhschliff verpasst.

(Sandro Stoll, Schaffhauser Nachrichten)